Die aktuelle Serie mit dem Arbeitstitel "Schöpfer" umspannt das Thema der stetigen Selbst-Perfektionierung des Menschen und dessen einzigartiger evolutionärer Entwicklung.

Bezieht sich nämlich das Wort Evolution auf einen Menschen, so beschreibt es, im Gegensatz zu allen anderen Lebewesen, eine technisch-kulturelle Entwicklung und nicht einen biologischen Prozess. In Selbstverantwortlichkeit und Eigeninitiative gestaltet der Mensch durch technischen Fortschritt seine eigene Entwicklung, er passt seine Umwelt seinem Körper an und nicht wie in herkömmlichen evolutionären Entwicklungen umgekehrt. Der Mensch kann demnach als sein eigener Schöpfer bezeichnet werden.

Mich Interessiert der Ursprung dieses ständigen Strebens nach Weiterentwicklung.
In der christlichen Mythologie des Abendlandes - und damit in der Grundlage der westlichen Kultur - war man Jahrtausende lang der Überzeugung der Mensch wäre sündhaft und unvollkommen. Dies hätten die Menschen durch den Sündenfall selbst bedingt. Es wird also mythologisch von einer verloren gegangenen perfekten Lebenssituation ausgegangen. Diese abhanden gekommene Perfektion im kulturellen Gedächtnis einer Gesellschaft bedingt das wissenschaftliche Streben nach der Verbesserung einer fehlerbehafteten Lebensumgebung und eines sündenden Körpers.

Ich kreise in meinen Arbeiten um die These dass sich die eigenen Optimierungen des Menschen nach einem tiefsitzenden, göttlichen Idealbild richten, dass das kulturell präsente Ideal die technische Entwicklung dadurch bedingt dass es das körperliche Wunschbild des westlichen Menschen formt. Dieses Wunschbild beeinflusst direkt die willentliche, evolutionäre Tendenz die eingeschlagen wird.

So versuche ich, wie in vielen vorangegangenen Seien auch, einem Streben der menschlichen Natur auf den Grund zu gehen.

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